Getting Tough The Race is Calling!

Getting Tough The Race is Calling!

Und damit auch eine Reihe von Fragen zur richtigen Vorbereitung und vor allem zum Equipment. Welche Kleidung soll ich tragen? Welche Handschuhe sind die richtigen? Was für ein Profil sollten meine Schuhe haben? Und die häufigste Frage: Neopren Ja oder Nein?! Im folgenden Artikel möchte ich gerne meine Erfahrungen aus den letzten 6 Jahren einbringen und verschiedene Empfehlungen aussprechen.

Alle Empfehlungen für The Race im Überblick

Die richtige Kleidung für The Race

Vor der Auswahl der Kleidung stellt sich die Frage mit welcher Ambition ich in das geplante Rennen gehe. Es macht einen feinen Unterschied aus, ob ich das Rennen am Anschlag laufen werde oder ob mein Ziel das Ziel und die dort wartende Medaille ist. Die schnellen Läufer müssen den Einsatz von Neopren gut abwägen, da es schnell sehr heiß werden kann.
Generell sind die Bedingungen für alle ähnlich. Das Wetter ist ein ganz entscheidender Faktor, je kälter und ungemütlicher das Wetter ist, umso härter wird wohl auch das Rennen. Zu Beginn geht es auf eine 20km lange Laufstrecke mit ein paar Hindernissen. Auch wenn man zu Beginn durch den Wassergraben muss, läuft man sich auf der Strecke schnell wieder trocken. Kommt man vom Laufpart zurück, geht es direkt mit dem kalten Wasser los.
Für die Raketen unter uns, empfehle ich persönlich nur Neopren an den Händen und höchstens noch an den Füßen. Alles andere wird auf der Strecke zu warm. Die letzten drei Kilometer kann man mit einem starken Kopf schaffen, wenn die Vorbereitung passt.
Für die Hände empfehle ich die Neopren Handschuhe von ASCANDer Vorteil der Handschuhe ist, dass sie einen besonders guten Grip haben. Der Verschluss am Handgelenk hilft, dass man den Handschuh beim Hangeln nicht auszieht. Die Schlaufe darf nicht zu fest verschlossen werden, da sonst die Durchblutung der Hände darunter leidet. Dieser Effekt wird von der Kälte nochmal verstärkt. Kleiner Nachteil ist, dass die GPS Uhr am Handgelenk etwas nach hinten weichen muss. Damit ich meine Uhr auf der Strecke gut nutzen kann, ziehe ich die Handschuhe immer erst im Graben an. Dort habe ich meistens ein wenig mehr Zeit.

Als Socke trage ich gerne eine gut geschnittene Neoprensocke. Wichtig ist, dass die Socken sehr gut passen und nicht zu sehr auftragen. Mehr als 2mm würde ich persönlich nicht empfehlen, da es sonst richtig eng im Schuh wird. Besonders der Bund sollte gut und eng anliegen, sonst pumpt sich die Socken beim Stapfen durch den Graben gerne mit Wasser, Schlamm und Steinen voll. Das kann auf den letzten Metern etwas unangenehm werden.

Wenn es etwas mehr sein darf

Wenn es etwas wärmer sein soll, kann man auch zu Shirts und Hosen aus Neopren greifen. Einen Shorty oder gar einen Taucheranzug empfehle ich nicht. Bei einem Neo- Shirt und einer Neo- Shorts kann man super leicht kombinieren. Für den Fall dass es nicht ganz so kalt wird, kann man dann einfach eines der beiden Teile daheim lassen. Außerdem ist es etwas praktischer, wenn man mal schnell Wasser lassen muss… 😉
Ich hatte mir mal Shirt mit einer Neofläche auf Brust und Rücken zugelegt. Das Shirt war für mich ideal, da es einen ausreichend guten Schutz bietet und beim Laufen nicht wie ein Dampfkessel wirkt.

Im Freibad und bei den vielen Wasserfällen empfiehlt es sich eine Badekappe zu tragen. Ich finde die in der Hai-Optik immer ganz nett! Die Badekappe hält den Kopf trocken und schützt davor, dass eiskaltes Wasser in die Ohren eindringt. Das eiskalte Wasser kann im Ohr zu Orientierungsproblemen führen. Das sind dann die Mitstreiter die nach dem auftauchen nur noch noch Löcher in die Gegend schauen und sich kaum noch bewegen.

Das Schuhwerk

Nun ein kurzer Abschnitt zu den Schuhen. Das wichtigste ist, dass ihr vertrauen habt. Sie sollten sehr gut sitzen und auch schon einige Kilometer gelaufen sein. Das Profil ist idealerweise für leichtes Gelände geeignet und hat je nach Geschmack ein wenig Dämpfung. Während des Rennens befindet man sich höchsten 10% der Strecke auf nicht befestigten Wegen und das ist in der Regel Feld oder Wassergraben. Dazu kommen einige Kilometer auf Asphalt. Von dieser Seite betrachtet reicht ein normaler Schuh, der auf Feldwegen gut zurecht kommt. Extreme Stollen braucht man eher weniger, es sei denn es liegt eine gute Menge Schnee. Meine Wahl wird wohl auf den ASICS TARTHERZEAL 6 fallen. Wobei der Schuh ein absoluter Spezialist ist. Er ist sehr leicht und hat nur wenig Dämpfung. Dafür bieten die kleinen Zähne auf der Sohle gigantischen Grip auf erstaunlich vielen Untergründen.

Abschließend gilt zusagen, dass das richtige Equipment höchstens 10% ausmacht. Viel wichtiger ist es sich ordentlich auf das Rennen vorzubereiten. Dazu zählt auch, dass man alle Kleidungsstücke im Training ausreichend getestet hat. Generell entscheidet ein gut geplantes Lauftraining in einer ausgewogenen Kombination mit Krafttraining. Wer noch etwas Nachhilfe an den Hindernissen braucht, der wird bei meinem Getting Tough Training #2 definitiv fündig.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Training und beim ausprobieren der Klamotten. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir gerne!